Körperzentrierte psychologische Beratung

 
„Sag´ Du es Ihm“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht.“
 

Der Ansatz der körperzentrierten psychologischen Beratung wird den Verfahren der humanistischen Psychotherapie zugerechnet und ist eine Weiterentwicklung der Gestalttherapie. Diese ganzheitliche Psychotherapieform verbindet therapeutisches Gespräch mit aktiver und passiver Körperarbeit. Das Gespräch wird in andere Erlebens- und Ausdrucksmöglichkeiten „übersetzt“ und diese neuen Erfahrungen dann gemeinsam mit dem Therapeuten besprochen.

Über das Körpergedächtnis besteht die Möglichkeit, unbewusste Gedächtnisinhalte bewusst zu machen. Da unser Denken und Handeln stark von unseren Gedächtnisinhalten abhängen, werden so neue Verhaltensweisen im Alltag möglich.
Grundlage der körperzentrierten psychologischen Beratung ist das anthropologische Würfelmodell. Es zeigt die verschiedenen Lebensdimensionen, in denen der Mensch gleichzeitig lebt:

 

Körper: Beweglichkeit, Haltung, vegetatives Nervensystem
Psychisch/geistig: Einstellung, Selbstbezug, Bewusstes und Unbewusstes
Soziales: berufliche und private Beziehungen, Rolle, Nähe-Distanz, dem Alter entsprechende Reife
Spirituell: Sinnfragen, Werte, Ur-Vertrauen, Meditation
Raum: Wo bewege ich mich? mein Raum – dein Raum
Zeit: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft, Zeitmanagement

 

Werden alle Bereiche gelebt und gleichermaßen entfaltet, ist der Mensch gesund. Krankheit entsteht, wenn über längere Zeit ein Ungleichgewicht zwischen diesen Dimensionen besteht oder einzelne Teilbereiche ausgeklammert werden. Einzelne Symptome werden dabei auch als Wegweiser betrachtet. Sie können uns zeigen, welcher Schritt als nächstes ansteht, um ganzheitliches Wachstum, Gesundheit und Lebensfreude zu erlangen.